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Anbieter, die auch in Zukunft noch gute Aussichten auf wirtschaftlichen Erfolg haben wollen, müssen ihre Inhalte und Geschäftsmodelle so schnell wie möglich auf das moderne Medienumfeld und die spezifischen User-Wünsche anpassen, die sich im Laufe der vergangenen paar Jahre grundlegend verändert haben. Zu diesem Ergebnis kommt der Bericht “Future of Television” des Strategieberatungsunternehmens Arthur D. Little, der die neuen Herausforderungen beschreibt, denen das Kabel- und Satellitenfernsehen im Internetzeitalter ausgesetzt ist.

“Die TV-Landschaft ist im Begriff, sich dramatisch zu verändern”, heißt es in dem vorgelegten Bericht. Die Rundfunkanstalten, die mehr als sieben Jahrzehnte lang das traditionelle Fernsehgeschäft dominiert hätten, würden sich mittlerweile einem zunehmenden Konkurrenzdruck durch neue Markt-Player gegenübersehen. Diese hätten mithilfe innovativer Geschäftsideen und völlig neuartiger Technologien das Nutzungsverhalten der Zuseher entscheidend beeinflusst. “Als Resultat werden sowohl die TV-Verwertungskette als auch das Geschäftsmodell zunehmend destabilisiert”, erläutern die Strategieberater.

“Mashed Services” als Zukunftsmodell

“Die Zukunft des Fernsehens wird durch eine gegenseitige Vermischung des herkömmlichen linearen TV-Angebots mit interaktiven On-Demand-Diensten gekennzeichnet sein. Auch die Verbindung von professionell produzierten und nutzergenerierten Inhalten wird deutlich an Bedeutung gewinnen”, ist Karim Taga, Managing Director im Bereich Telecommunications, Information, Media & Electronics bei Arthur D. Little Austria und Co-Autor des Berichts, im Gespräch mit pressetext überzeugt.

Gratiskultur im Web schwer zu überwinden

Finanziert würden diese sogenannten “Mashed Services” der Zukunft durch ein Hybridmodell, einer Kombination von Gratis-Inhalten und kostenpflichtigen Leistungen, wie sie auch bereits im Rahmen der diesjährigen Medientage diskutiert worden ist. “Dieser Aspekt birgt allerdings noch ein Problem, von dem alle Markt-Player betroffen sind. In den meisten europäischen Ländern scheint der Großteil der User nämlich nicht bereit zu sein, für Online-Videoinhalte zu bezahlen”, gibt Taga zu bedenken. Die lange Zeit dominante Gratiskultur des Internets sei ein Erbe, das sich nur schwerlich überwinden ließe.

BBC-iPlayer, ZDF-Mediathek und ORF-TVthek

Dass sich herkömmliche TV-Inhalte schon heute immer stärker ins Web verlagern, wo die Nutzer die Sendungen zu jeder Zeit auf verschiedenen Endgeräten abrufen können, zeigen nicht zuletzt Angebote wie der erfolgreiche iPlayer der BBC, die Mediathek des ZDF oder die kürzlich gestartete ORF TVthek. “Über derartige Online-Angebote können die Rundfunkanstalten neue Zielgruppen erreichen. Ob die klassischen TV-Player den nächsten Schritt hin zu den Mashed Services wagen werden, bleibt aber fraglich”, so Taga abschließend.

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